Was ist die Blockchain?

 

What the heck ist die Blockchain?

Wer sich in den letzten Wochen regelmäßig in der digitalen Welt bewegt hat, wird sicherlich schon mal den Begriff BLOCKCHAIN gelesen haben. Meistens im Zusammenhang mit Bitcoin, Etherum oder anderen Kryptowährungen. Auch wird oft davon gesprochen, dass die Blockchain-Technologie die „digitale Welt revolutionieren wird“. Aber was ist Blockchain eigentlich? Patrick Garbe wagt den Versuch, diese Technologie mal ganz ohne nerdige Buzzwords zu erklären, damit sie auch der Ottonormalverbraucher versteht. Was aber bedeutet denn nun diese Aneinanderreihung von Fremdwörtern, die mit anderen Fremdwörtern versucht werden zu erklären?

„Die Blockchain ist ein digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern (Anm. d. Red.: Parteien), der jede Veränderung genau erfasst, sie dezentral und transparent auf viele Rechner verteilt speichert. Damit ist die Information nicht (oder nur mit ungeheurem Aufwand) manipulierbar und verifiziert.“ (Zitat von Johannes Kuhn/Süddeutsche Zeitung)

Was ist die Blockchain?

Sehr vereinfacht, ist die Blockchain eine Art Datenbank, die aus mehreren Blöcken besteht. Jeder Block enthält Daten, die z.B. Transaktionen, digitale Vermögenswerte oder auch Musiklizenzen sein können. Jede Blockchain zeichnet sich durch andere Eigenschaften aus, gehen wir aber in einem Beispiel davon aus, dass alle 10 Sekunden ein neuer Block voll mit Daten entsteht, dann wird dieser Block auf den vorhergehenden Block aufgesetzt. Für diesen Prozess sind sogenannte „Miner“ zuständig, die schwierige Rechenaufgaben lösen um einen Block mit richtigen Daten zu verifizieren und auf der Blockchain „abzulegen“.

Wer hat die Blockchain erfunden?

Aufgekommen ist dieses Thema bereits nach der Finanzkrise 2008. Zu diesem Zeitpunkt gab es Menschen, die das klassische Bankensystem aufgrund fehlender Transparenz und dem Kontrollverlust über ihr Vermögen als Problem ansahen, denn das Verhältnis zu Finanzinstituten beruht, laut Satoshi Nakamoto, auf den Schwächen eines Modells, das auf Vertrauen beruht. Wird dieses Problem gelöst, wäre man unabhängig von einer zentralen Instanz. Satoshi Nakamoto ist der Begründer von Bitcoin und niemand weiß, wer er wirklich ist, denn seine wahre Identität wurde nie aufgeklärt. Am 1. November 2008 brachte er ein White Paper in Umlauf, welches als Ursprung von Bitcoin und der Blockchain-Technologie gilt.

Dezentralität bedeutet, dass die erwähnte „Datenbank“ (oder Protokoll, Journal) nicht nur auf einem einzigen Server liegt und somit vor der Öffentlichkeit versteckt wird, sondern auf mehreren Computern oder Servern verteilt ist. Damit wird verhindert, dass einzelne Personen, Behörden oder Unternehmen Macht über dieses Protokoll erhalten. Denn Ziel der Blockchain ist es, dass jeder „Teilnehmer“ dieselben Rechte hat wie alle anderen auch.

Transaktionen können alle Arten von Informationen oder Daten sein. Da man Blockchain aktuell fast ausschließlich im Zusammenhang mit virtuellen Währungen kennt, muss man erwähnen, dass die Anwendung der Blockchain-Technologie nicht nur auf finanzielle Transaktionen beschränkt ist. Einmal erfasste Transaktionen können nicht mehr geändert werden und sind zu jeder Zeit und von jedem Ort aus abrufbar und ersichtlich – egal wann man der Blockchain „beigetreten“ ist.

Parteien können sowohl eine Person, als auch Unternehmen oder Behörden sein. Jeder, der an der Blockchain teilnimmt und den Regeln folgt, ist eine Partei. In diesem Prinzip kann es dementsprechend einen direkten Austausch von Informationen oder Transaktionen zwischen den einzelnen Parteien geben ohne Einbezug von Zwischengliedern wie bspw. Banken.

Transparenz ist eines der wichtigsten Attribute der Blockchain. Jeder Teilnehmer kann alle hinterlegten Informationen einsehen, keinem wird die Einsicht verwehrt oder verweigert. Um die Richtigkeit der Transaktionen, Informationen oder Protokolle zu gewährleisten, kontrollieren und verifizieren ständig sogenannte „Miner“, also Kontrolleure, jegliche Daten.

Blockchain Use-Cases